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Frieden mit Andersdenkenden – Beatrice
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Frieden mit Andersdenkenden – Beatrice

Frieden mit Andersdenkenden

Liebe und Wahrheit: zwei Seiten einer Medaille

In der heutigen Zeit wird Friede oft als Abwesenheit von Krieg und Unruhe verstanden. Ich glaube, das ist ein grosses Missverständnis. Friede ist viel mehr: Er hat mit innerer Ruhe zu tun, Zufriedenheit und Annahme. Ich persönlich erlebe Frieden, wenn ich Gott in mein Herz lasse und Platz in meinem Leben und Alltag zu wirken gebe.  

Doch wie geht man mit der Spannung zwischen der Liebe zum Nächsten und dem Ringen um Wahrheit um? Ich denke, dass Liebe und Wahrheit zusammengehören; sie sind zwei Seiten einer Medaille. Wir Menschen sind süchtig nach Harmonie, aber sie bringt nicht immer Frieden. Frieden ist vielmehr die Fähigkeit, diese Spannung auszuhalten. Das heisst für mich praktisch, dass ich jemanden als Ebenbild Gottes sehe, egal welche Herkunft, Ideologie und Weltanschauung diese Person hat. Aber gleichzeitig darf mich die Liebe nicht davon abhalten, in der Wahrheit zu bleiben. Dies kann Konflikte auslösen. Liebe heisst jedoch nicht, dem Konflikt aus dem Weg zu gehen oder in der Gleichgültigkeit zu versinken, sondern sich hineinzubegeben. Jesus ist das grösste Beispiel dafür: Er liebte die Menschen bedingungslos, aber er war klar in der Wahrheit unterwegs und erschien manchmal sehr hart. Mit Respekt und Liebe will ich mich also auf Diskussionen mit Andersdenkenden einlassen. Auch wenn dies heisst, eine Meinung stehen zu lassen, ohne die eigene aufzugeben.  

Manchmal ist es wichtig, im Gespräch explizit zwischen Mensch und Tat zu unterscheiden. Nicht selten ist es so, dass der Mensch aus einem «Ich mache es so, weil ich es so für richtig halte» des Gegenübers heraushört: «Wenn ich es anders mache, bedeutet das, dass ich es nicht gut mache und dafür nicht respektiert und geliebt werde». Aber wenn man diesen Unterschied anspricht und Klarheit schafft, dann ist ein Austausch auf der sachlichen Ebene und zwischenmenschlich möglich. Ein konkretes Beispiel: Wir als Stiftung sind klar mit der islamischen Ideologie nicht einverstanden. Dafür werden wir oft als islamophobe bezeichnet. Fakt ist jedoch: Wir sehen den muslimischen Menschen als genau so wertvoll und würdig wie alle Menschen. Wir haben aber eine klare Position gegenüber der Ideologie, dem System Islam.  

Im Übrigen machen es uns gerade Muslime sehr einfach, zu unserem Glauben zu stehen. Denn sie respektieren Menschen mit einem Glauben oftmals ganz anders. Überhaupt habe ich oft erlebt, dass Menschen mich nicht ernst nehmen, wenn ich keine klare Meinung habe und zu dieser stehe. Dieses Erleben steht im krassen Widersatz zu der Meinung, als Christen sollten wir doch mit unserer Meinung «hinterm Berg halten» – des lieben Friedens willen. Es wurde mir z.B. schon gesagt, dass es doch Frieden gäbe, wenn wir den «Marsch fürs Läbe» nicht initiieren oder andere Themen nicht öffentlich ansprechen würde. Da zeigt sich: Wenn man eine nicht breit unterstützte Meinung hat, wird man gern als Unfriedensstifter gesehen. Und hier beginnt für mich die eigentliche Herausforderung als Christ: Wie gehe ich mit Hasstiraden aufgrund meiner klaren Meinung um? Bei dieser Frage kann nur Gott helfen. Man kann die Situation Ihm überlassen und Ihm um Kraft bitten: um zu vergeben, um auf verbale (und andere!) Gewalt zu verzichten und um Dinge stehen zu lassen, auch wenn es weh tut.  

Schliesslich gründet Friede auch im Wissen, dass Gott souverän ist, dass er über allen und allem steht, auch über dem Chaos in dieser Welt, und dass er inmitten dieses Chaos am Wirken ist. Und das macht mich ein Stück weit gelassen und gibt mir inneren Frieden.

Beatrice ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt in der Region Zürich. Sie ist Geschäftsführerin von zukunft.ch. Ihre Hobbys sind Musik, Lesen und Sport.

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