Frieden mit Andersdenkenden

Liebe und Wahrheit: zwei Seiten einer Medaille

Beatrice

In der heutigen Zeit wird Friede oft als Abwesenheit von Krieg und Unruhe verstanden. Ich glaube, das ist ein grosses Missverständnis. Friede ist viel mehr: Er hat mit innerer Ruhe zu tun, Zufriedenheit und Annahme. Ich persönlich erlebe Frieden, wenn ich Gott in mein Herz lasse und Platz in meinem Leben und Alltag zu wirken gebe.

Doch wie geht man mit der Spannung zwischen der Liebe zum Nächsten und dem Ringen um Wahrheit um? Ich denke, dass Liebe und Wahrheit zusammengehören; sie sind zwei Seiten einer Medaille. Wir Menschen sind süchtig nach Harmonie, aber sie bringt nicht immer Frieden. Frieden ist vielmehr die Fähigkeit, diese Spannung auszuhalten. Das heisst für mich praktisch, dass ich jemanden als Ebenbild Gottes sehe, egal welche Herkunft, Ideologie und Weltanschauung diese Person hat. Aber gleichzeitig darf mich die Liebe nicht davon abhalten, in der Wahrheit zu bleiben.

Schliesslich gründet Friede auch im Wissen, dass Gott souverän ist, dass er über allen und allem steht, auch über dem Chaos in dieser Welt, und dass er inmitten dieses Chaos am Wirken ist. Und das macht mich ein Stück weit gelassen und gibt mir inneren Frieden.

Beatrice ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt in der Region Zürich. Sie ist Geschäftsführerin von zukunft.ch. Ihre Hobbys sind Musik, Lesen und Sport.